Welche Auswirkungen hat Alkohol auf die Fahrtüchtigkeit von Autofahrern?
- September 19th September 2011
- Kommentar schreiben
Alkohol ist ein Nervengift, welches zu den gesellschaftlich akzeptierten Drogen zählt. Gerade wegen seiner Wirkung auf das Nervensystem und insbesondere auf die Vorgänge im Gehirn erfreut sich der Alkohol großer Beliebtheit und ist aus vielen gesellschaftlichen Anlässen nicht mehr wegzudenken. Für Tätigkeiten, bei denen eine vollständige Gehirnleistung von Bedeutung ist, wie etwa dem Autofahren, ist die gewünschte und beabsichtigte Störung der Funktionsfähigkeit des Gehirns durch den Alkohol jedoch zwangsläufig hinderlich.
Im Unterschied zu anderen Drogen tritt die Wirkung von Alkohol sukzessive und mit einer langsamen Steigerung ein. Gleichzeitig setzt sie allerdings auch sofort ein, sodass bereits eine geringe Menge Alkohol Auswirkungen auf des Verhalten, aber auch auf Fähigkeiten wie das Reaktionsvermögen oder die Konzentration hat. In welchem Umfang diese Auswirkungen auftreten, hängt von der Konstitution des Konsumenten, aber in noch viel stärkerem Maße von der Gewöhnung seines Körpers an das Suchtmittel ab. Viele Menschen konsumieren daher Medikamente, welche die Alkoholsucht bekämpfen sollen. Wegen befürchteten gesellschaftlichen Ausgrenzungen bestelllen viele ihre Medikamente online. Die nachstehende Aufstellung der Promille-Grade mit den Auswirkungen auf das Verhalten gelten für Menschen, die nicht gewohnheitsmäßig trinken.
Bereits bei einem Alkoholwert von 0,2 Promille im Blut, was etwa einem großen Bier entspricht, wird die Fahrtüchtigkeit beeinflusst. Der Fahrer ist leicht enthemmt, was sich auf seine Redseligkeit und sein Fahrvermögen auswirkt.
Ab 0,3 Promille Alkohol im Blut beginnt das Sehfeld, sich zu verkleinern. Das Abschätzen von Entfernungen fällt dem Fahrer schwer und seine Aufmerksamkeit wird eingeschränkt.
Bei einem Alkoholgehalt von 0,5 Promille im Blut lassen die Reaktionen deutlich nach. Jetzt treten auch erste Beeinträchtigungen des Farbsehens auf und die Bereitschaft, im Straßenverkehr Risiken einzugehen, nimmt weiter zu.
Erreicht der Alkoholgehalt im Blut 0,8 Promille, wird das Sehfeld zum Tunnelblick eingeschränkt. Außerdem treten leichte Störungen des Gleichgewichtssinns auf.
Bis 1,5 Promille bilden sich Sprachstörungen aus. Einige Konsumenten werden jetzt sehr müde, bei vielen steigt aber die Risikobereitschaft und sie werden zusätzlich aggressiv.
Bis 2,5 Promille ist bei ungeübten Trinkern das Sprachvermögen auf ein Lallen reduziert. Koordination und Gleichgewicht sind weitgehend außer Kontrolle.
Bei 3,5 Promille beseht akute Lebensgefahr, da der Alkohol das Atemzentrum lähmen kann. Ab etwa 5 Promille wirkt Alkohol auf die meisten Menschen tödlich.
Die vom Gesetzgeber festgelegte Promillegrenze beträgt 0,5 Promille. Versicherungen verweigern eine volle Leistungserstattung oftmals aber schon bei 0,3 Promille. Promillerechner aus dem Internet und Taschentabellen taugen nicht, um den tatsächlichen Alkoholgehalt zu bestimmen, da hierbei zu viele Faktoren relevant sind. Durch die enthemmende Wirkung des Alkohols, die schon früh eintritt, ist es den meisten Menschen auch nicht möglich, sich an einen bestimmten Promillewert “heranzutrinken”. Daher sollte vor dem Autofahren gar kein Alkohol konsumiert werden. Bei abendlichen Feiern ist zu berücksichtigen, dass der Alkoholabbau nur langsam erfolgt, was zu einer erheblichen Restkonzentration am nächsten Morgen führen kann.